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seitenbühne

Seit Dezember 2006 gibt es an der Staatsoper Hannover die seitenbühne - das Opernjournal mit Informationen, Hintergrundberichten und Fotos aus dem Opernalltag. Zur Spielzeit 2009/10 erscheint die seitenbühne in einem neuen Gewand und wurde mit dem red to design award und dem iF award 2010 für ihr neues Design aufgezeichnet!

Hier können Sie das aktuelle »Proszenium« lesen und sich die bisherigen Ausgaben als pdf-Dokument herunterladen.

 

seitenbühne Nr. 33 (März/April 2013)

seitenbühne Nr. 32 (Januar/Februar 2013)

seitenbühne Nr. 31 (November/Dezember 2012)

seitenbühne Nr. 29 (Mai-Juli 2012)

seitenbühne Nr. 28 (März/April 2012)

seitenbühne Nr. 27 (Januar/Februar 2012)

seitenbühne Nr. 26 (November/Dezember 2011)

seitenbühne Nr. 25 (September/Oktober 2011)

seitenbühne Nr. 24 (Mai-Juli 2011)

seitenbühne Nr. 23 (März/April 2011)
seitenbühne Nr. 22 (Januar/Februar 2011)

seitenbühne Nr. 21 (November/Dezember 2010)

seitenbühne Nr. 20 (September/Oktober 2010)

seitenbühne Nr. 19 (Mai/Juni 2010)

seitenbühne Nr. 18 (März/April 2010)

seitenbühne Nr. 17 (Januar/Februar 2010)

seitenbühne Nr. 16 (November/Dezember 2009)

seitenbühne Nr. 15 (September/Oktober 2009)

seitenbühne Nr. 14 (Mai/Juni 2009)

seitenbühne Nr. 13 (März/April 2009)

seitenbühne Nr. 12 (Januar/Februar 2009)

seitenbühne Nr. 11 (November/Dezember 2008)

seitenbühne Nr. 10 (September/Oktober 2008)

seitenbühne Nr. 9 (Mai bis Juli 2008)

seitenbühne Nr. 8 (März/April 2008)

seitenbühne Nr. 7 (Januar/Februar 2008)

seitenbühne Nr. 6 (November/Dezember 2007)

seitenbühne Nr. 5 (September/Oktober 2007)

seitenbühne Nr. 4 (Juni/Juli 2007)

seitenbühne Nr. 3 (April/Mai 2007)

seitenbühne Nr. 2 (Februar/März 2007)

seitenbühne Nr. 1 (Dezember 2006/Januar 2007)

 

>>> Proszenium Nr. 32

 

Vom Entwurf bis zur Premiere

8. Februar 2013: Premiere Orest im Opernhaus! An diesem Tag wird für die Theaterwerkstätten der Niedersächsischen Staatstheater Hannover eine Arbeitsphase zu Ende gehen, die zehn Monate vorher im April 2012 begann. In den Theaterwerkstätten, die ich leite, arbeite ich mit Menschen, deren Beruf es ist, Bühnenbildentwürfe umzusetzen. Es sind Menschen, die ausgefeilte Konstruktionen planen, Holzbauten und Metallkonstruktionen herstellen, Stoffe und Polstermaterialien in großen Mengen fachgerecht verarbeiten, riesige Oberflächen malerisch oder auch plastisch gestalten – insgesamt 53 Handwerker, Künstler, Meister und Ingenieure in Tischlerei, Schlosserei, Malsaal, Konstruktionsbüro etc.
Die Arbeit an der Ausstattung der Oper Orest ist für uns alle etwas Besonderes, da der Entwurf von Etienne Pluss einen aufwendig durchgebauten Innenraum mit einer Vielzahl von realistischen Details vorsieht, die in dieser Art nur noch selten von Bühnenbildnern erdacht werden. Der Aufwand, der bei der Realisierung des Entwurfs betrieben werden muss, ist sehr groß und bietet allen Beteiligten reichlich Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Auftakt unserer Arbeit war die Präsentation des Bühnenbildmodells im Maßstab 1:25 und die anschließende Bauprobe Anfang April 2012. Die Bauprobe ist ein sehr wichtiger Termin, an dem der Bühnenbildentwurf mit vorhandenem oder günstig beschafftem Material nach Form und Größe im Maßstab 1:1 auf der Bühne markiert wird. Regisseur und Bühnenbildner, aber auch die Künstlerische und die Technische Leitung des Opernhauses können jetzt Proportionen
und Sichtbedingungen, Bildwirkung und Beleuchtbarkeit im Originalmaßstab überprüfen. Ist ein Entwurf zu teuer oder zu kompliziert gedacht, können Alternativen besprochen und erprobt werden.
Der nächste Schritt ist die Werkstattabgabe, bei der das überarbeitete Bühnenbildmodell zusammen mit gezeichneten Grundrissen, Schnitten, Ansichten und Details den Werkstattvorständen übergeben und besprochen wird. Jetzt beginnt die spannende Planungsphase, in der wir die konstruktiven Lösungen für die Ausführung finden, Kosten kalkulieren, Ausführungsmuster erstellen und viele Details klären, damit anschließend in den Werkstätten nach genauen technischen Vorgaben produziert werden kann.
Alle Beteiligten arbeiten jetzt auf einen Termin hin: die Technische Einrichtung im Januar 2013. An diesem Tag wird das neue Bühnenbild erstmals auf der Bühne des Opernhauses montiert. Dann beginnt die künstlerische Probenarbeit mit dem lang ersehnten Originalmaterial, und gemeinsam mit den Kollegen der Bühnentechnik, der Beleuchtung, der Maschinentechnik, der Requisite und der Tonabteilung erprobt das künstlerische Leitungsteam um Regisseur Enrico Lübbe alle künstlerisch-technischen Abläufe.
Erst am Ende der Probenarbeit – die Kollegen des Staatsorchesters sind auch schon längst mit dabei – finden die beiden wichtigen Schlussproben statt: die Orchesterhauptprobe und die Generalprobe, wie üblich zwei Tage vor der Premiere.
8. Februar 2013: Premiere Orest im Opernhaus – wir freuen uns darauf!

 

Nils Hojer

Leiter der Werkstätten

TItelbild seitenbühne Nr. 24
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